Gesprächsreihe Tänzer*innen Staatsballett: Jeremy T. Villas

Geboren in New York City, begann er seine Ausbildung an der Ailey School, der Professional Performing Arts High School for Musical Theatre und dem Young Professionals Program von MOVE|NYC|. Im Alter von 11 Jahren trat er in “Kinky Boots” am Broadway auf. Außerdem ist er Gewinner des National YoungArts Award 2021 und Preisträger des Lorna Strassler Student Excellence Award 2024 von Jacob’s Pillow. Er trat in Sharon Eyals “R.O.S.E.” in NYC auf und hat kürzlich sein Studium an der Juilliard School abgeschlossen.

Geburtsdatum und -ort:
Januar 2004, Queens, New York

Deine Heimatstadt/Heimatland:
New York, USA

Was bedeutet Heimat für Dich?
Nostalgie

Wenn ich kein Tänzer wäre, wäre ich:
Geburtshelfer

Wann hattest Du Deine erste Begegnung mit dem Tanz?
Beim Tanzen in der Kirche

Was war der Auslöser, der Dich dazu inspiriert hat, Tänzer zu werden?
Als ich den “Nussknacker“ im Fernsehen gesehen habe.

Wo hast du Deine Ausbildung erhalten? Wer hat Dich dort am meisten geprägt?
Ich bin mit einer Ausbildung an der Ailey School, dem MOVE |NYC| Young Professionals Program und der Juilliard School aufgewachsen. Mein Mentor Nigel Campbell von MOVE|NYC| hat mich am meisten beeinflusst.

Hast Du Vorbilder? Tänzer*innen, Choreograph*innen?
Ricardo Hartley und Riley Watts sind meine Vorbilder als Tänzer und Alvin Ailey, Sharon Eyal, Kyle Abraham und William Forsythe sind meine Vorbilder als Choreografen. Ich hatte die Möglichkeit, mit Sharon Eyal und Kyle Abraham zu arbeiten und von William Forsythe zu lernen.

Mit welcher Ballettkompanie würdest Du gerne einmal tanzen?
Ich würde gerne einmal mit dem Staatsballett Berlin in ihrer Oper tanzen!

Was bedeutet es für Dich, im Staatsballett Hannover zu tanzen?
Es bedeutet mir alles. Ich bin so dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, im Ausland aufzutreten, neue und aufregende Erfahrungen zu sammeln und tolle, leidenschaftliche Künstler und Menschen kennenzulernen.

Was war bisher Dein schönster Moment auf der Bühne?

Mein Lieblingsmoment auf der Bühne war, dass ich spontan jede Entscheidung treffen konnte, um die Aufführungen und Bewegungen improvisiert und frisch zu halten.

Welches Stück, das Du bisher getanzt hast, hat Dich am meisten berührt?
Kyle Abrahams „Studies on a Farewell”. Es ist sehr emotional und ein so sanftes und sensibles Werk, in das man ganz eintauchen kann.

Was ist Dein Traum im Tanz – wo möchtest Du hin?
Ich möchte Teil einer Tournee-Tanzkompanie sein, die in fantastische Länder auf der ganzen Welt reist.

Was machst Du als Erstes, wenn Du morgens aufwachst?
Ich höre Musik, während ich meinen Tag beginne.

Gibt es neben dem Tanz noch eine zweite Leidenschaft in Deinem Leben?

Ich liebe es auch zu singen und zu schauspielern! Musicaltheater ist eine weitere große Leidenschaft von mir.

Was gibt Dir Hoffnung?

Wenn ich die nächste Generation voller Freude und Glück sehe oder wenn ich mehr Repräsentation und Vielfalt in künstlerischen Shows und Stimmen sehe, die eine Diskussion über Themen anregen, die nicht so oft angesprochen werden.

Deine Lieblingsfarbe:
Himmelblau

Welcher Song bringt Dich sofort zum Tanzen?
Be Your Girl (Kaytranada Edition)

Zuhören oder reden?
Reden

Bücher oder Filme?
Filme

Dein Lieblings-Tanzfilm?
Billy Elliot

Dein Lieblingsbuch?
Die Autobiografie von Malcolm X

Frühaufsteher oder Nachteule?
Nachteule

Komödie oder Drama?Komödie

Sommer oder Winter?Sommer

Berge oder Meer?
Meer

Dein Lieblingsreiseziel?Griechenland

Familie oder Freunde?
Familie

Welcher Schauspieler sollte Dich spielen, wenn Dein Leben verfilmt würde?
Ryan Jamaal Swain

Was bedeutet Genuss für Dich?
Im Hier und Jetzt zu sein, jeden Moment des Lachens, des Friedens und der Freude zu genießen, den man erleben darf.

Tee oder Kaffee?
Tee

Dein Lieblingsgericht?
Pasta und Garnelen

Kochen oder bestellen?Kochen

Was darf auf Reisen auf keinen Fall fehlen?
Mein Kopftuch für meine Haare

Was ist das Letzte, was Du tust, bevor Du das Haus verlässt?
Ich schaue zurück und halte inne, um den letzten Moment, den meine Augen sehen, in mich aufzunehmen, oder ich mache ein Foto, damit der Moment länger anhält.

Ohne das kann ich nicht leben:
Liebe

Dein Lebensmotto?
Alles & Nichts